Sehr genau, so viel steht fest! Doch dazu später.

Google Ads, ehemals Google AdWords, heißen die Werbeanzeigen bei Google, der meistgenutzten und daher wichtigsten Suchmaschine.

 

Google Ads funktionieren über Schlüsselwörter, die sogenannten Keywords. Ein Keyword kann auch zwei oder mehr Worte im Zusammenspiel umfassen. Wir versetzen uns jetzt in die Rolle eines Website-Betreibers. Als Betreiber*in können wir festlegen, bei welchen eingegebenen Begriffen, also Keywords in die Suchleiste unsere Anzeige erscheinen soll. In der Regel wird eine Anzeige auf mehrere Keywords ausgerichtet. Pro Keyword und Klick kommt dann der Betrag zustande, den wir an Google zahlen. Anders als bei z. B. Print-Werbung berechnet uns Webetreibenden Google erst etwas, wenn unsere Anzeige angeklickt wird und somit Besucher*innen auf unserer Website ankommen. Dieses Bezahlmodell nennt sich Pay per Click (PPC) oder auch Cost per Click (CPC).

 

Die Kosten der einzelnen Keywords sind schwankend und wettbewerbsabhängig. Zu Zeiten von Fasching oder Halloween bieten viele Shops Kostüme an, womit entsprechende Keywords rund um das Thema begehrter und damit teurer sind als zu anderen Jahreszeiten. Die Spanne der Keyword-Kosten ist immens: Sie reicht von wenigen Cents bis zu 50 Euro oder sogar mehr. Beim Planen des Werbebudgets ist also das Verhältnis dieser Kosten und dem zu erwartenden Umsatz (Conversion) durch die Anzeige zu berücksichtigen.

Die Kosten pro Klick (CPC) werden übrigens neben der Nachfrage und den Geboten auch von Qualitätsfaktoren beeinflusst: Bounce Rate, Relevanz der Landing Page, Conversions etc.

 

Dass die Anzeige nur bei zutreffenden Suchanfragen erscheint und erst als Pay per Click abgerechnet wird, macht eine Ads-Kampagne extrem genau und damit effizient – Streuverluste wie beim klassischen Werbeplakat sind äußerst gering. Zudem können wir unsere Anzeige gezielt für eine Region oder ein Gerät (Smartphone, Tablet, Rechner) anlegen.

Zusätzlich können wir für eine Kampagne bzw. Anzeige auch negative Schlüsselworte angegeben, also Begriffe, bei denen die Anzeige eben nicht erscheinen soll.

 

Auf der Ergebnisseite (SERP) von Google werden maximal sieben Anzeigenplätze (plus gegebenenfalls Google-Shopping- oder Hotelanzeigen) vergeben: vier Plätze ganz oben vor allen anderen Suchergebnissen, drei weitere eventuell unterhalb der Ergebnisliste. Gegenwärtig sind sie mit dem umrandeten Wort „Anzeige“ in grün für die Suchenden als Werbung kenntlich gemacht. Das häufigste Format ist die Textanzeige.

 

Diese bis zu sieben Anzeigenplätze werden laut Google versteigert. Als Werbetreibende haben wir die Wahl, wie wir an dieser Versteigerung teilnehmen: Für jede Anzeige können wir einen Höchstpreis, also eine maximale Summe von Klicks mal Keyword-Kosten, oder ein Maximalbudget für einen Zeitraum festlegen. Mit dieser Gesamtsumme nimmt die Anzeige an der Versteigerung teil.

Wichtig zu wissen: Es gibt durch Google keine Garantie, dass eine Anzeige eingeblendet wird.

 

Um Google-Ads-Kampagnen zu betreiben, müssen wir uns als Werbetreibende ein Google-Ads-Konto zulegen. Darin ist auch die Übersicht der Kampagnen-Kosten, der Reichweite und damit der Effizienz der einzelnen Anzeigen einsehbar. Abseits vom Browser gibt es mit Ads Editor auch eine Software zur Verwaltung der Ad-Anzeigen, die von Google kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich gibt es Apps für Smartphone und Tablet, damit wir Kampagnen von unterwegs überwachen oder kleine Änderungen schnell vornehmen können.

 

Im Marketingmix jedes oder jeder Werbetreibenden sind Google Ads ein wichtiger Bestandteil geworden. Richtig und dosiert eingesetzt, sind sie für viele Angebote und neue Websites eine optimale Möglichkeit, Website-Besucher*innen zu generieren.

 

Fakten zum Schluss: Je nach Zielgruppe und Produkt klicken bis zu 80 Prozent der Nutzer*innen die Werbung in den Google-Suchergebnissen bewusst nicht an. Die Gründe sind unterschiedlich – manche Nutzer*innen wollen schlicht nicht, dass Google an ihrem Klick verdient, andere glauben, das sei eh nicht was sie suchen, weil sie nicht um das Prinzip der Keywords wissen.

 

Aber Sie jedenfalls wissen es jetzt!

 

 

Haben Sie weitere Fragen zum Thema? Schauen Sie durch unser FAQ-Glossar und bleiben Sie mit unserem Labletter up to date, wenn wir für Sie neue Blogartikel online stellen.

Oder kontaktieren Sie uns bei individuellen Anliegen.

Wie genau funktionieren Google Ads?

You May Also Like